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Aufenthaltstitel

Aufenthaltserlaubnis
für Studenten und Absolventen



Studenten und Studentinnen können nach § 16 AufenthG eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken, einschließlich der Studienvorbereitung (z.B. Sprachkurs, Studienkolleg) erhalten. Die Voraussetzungen für die erstmalige Erteilung sind zumeist vor der Einreise im Visumverfahren von der Ausländerbehörde geprüft. Zunehmend prüfen die Botschaften die "Studienmotivation" der Studienbewerber und Studienbewerberinnen und ob zu erwarten ist, dass das Studium zielgerichtet verfolgt und abgeschlossen wird. Es empfiehlt sich daher, zu einem Interview bei der Botschaft über Kenntnisse des Inhalts und den Ablauf des Studiums zu verfügen.

Zu Problemen kann es auch bei der Verlängerung oder beim einer Exmatrikulation (z.B. wegen wiederholt nicht bestandener Prüfunge) kommen.

Eine Verlängerung ist möglich, solange zu erwarten ist, dass das Studienziel noch erreicht werden kann. Abhängig von der Regelstudienzeit wird nach einer gewissen Studiendauer eine Studienprognose der Hochschule darüber verlangt, wann mit einem erfolgreichen Studienabschluss zu rechnen ist.

Ein Studienfachwechsel oder ein anschließendes Aufbaustudium ist möglich, wenn von einem erfolgreichen Abschluss innerhalb von einer Gesamtaufenthaltsdauer von 10 Jahren ausgegangen werden kann.

Eine studentische Nebentätigkeit an der Hochschule ist grundsätzlich erlaubt. Eine weitere Erwerbstätigkeit ist Studierenden im Rahmen von 120 Tagen oder 240 halben Tagen pro Jahr erlaubt.

Absolventen und Absolventinnen deutscher Hochschulen erhalten nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums eine Aufenthaltserlaubnis für zunächst 18 Monate zur Jobsuche. Bei einem dem Studienabschluss entsprechenden Arbeitsangebot kann eine Aufenthaltserlaubnis für diese Tätigkeit erteilt werden. Während der Zeit der Arbeitssuche besteht bereits voller Zugang zum Arbeitsmarkt.

Eine Arbeitsmarktprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit findet bei Absolventen und Absolventinnen deutscher Hochschulen nicht mehr statt. Dies gilt auch, wenn der Absolvent oder die Absolventin nach Beendigung des Studiums zunächst ausgereist ist und nun zur Arbeitsaufnahme erneut einreisen möchte.

Absolventen und Absolventinnen deutscher Hochschulen erhalten eine (unbefristete) Niederlassungserlaubnis, wenn sie seit zwei Jahren eine dem Abschluss entsprechende Tätigkeit ausgeübt haben (§ 18b AufenthG).

Absolventen und Absolventinnen ausländischer Hochschulen deren Abschluss einem deutschen vergleichbar ist, können ein Visum zur Arbeitsplatzsuche für 6 Monate zu erhalten. Voraussetzung ist, dass die Sicherung des Lebensunterhalts für diese Zeit nachgewiesen ist. Nach Vorlage eines dem Abschluss entsprechenden Arbeitsplatzangebotes kann eine BlueCard erteilt werden.


In diesem Bereich berät und vertritt Sie unser Fachanwalt für Migrationsrecht und Verwaltungsrecht Rechtsanwalt Sven Hasse.

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