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Aufenthaltstitel

Aufenthaltserlaubnis für Hochqualifizierte
(BlueCard / Blaue Karte EU)



Die sogenannte Blaue Karte EU ("BlueCard") bietet Ausländern mit Hochschulabschluss die Möglichkeit, eine Aufenthaltserlaubnis mit Arbeitserlaubnis zu erhalten.

Eine BlueCard erhält, wer

  • einen deutschen, einen anerkannten oder vergleichbaren ausländischen Hochschulabschluss besitzt und
  • ein Stellenangebot für einen dem Abschluss angemessenen Arbeitsplatz mit einem Bruttojahresgehalt von 50.800 € (2017) vorlegt.
    (Für Naturwissenschaftler, Mathematiker, Ingenieure, Ärzte, IT-Fachkräfte gilt eine reduzierte Gehaltsgrenze von 39.624 € (2017).

Auch wenn Sie die Einkommensgrenze für eine Blaue Karte nicht erreichen, besteht die Möglichkeit, eine Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit zu erhalten, wenn Sie über einen anerkannten Hochschulabschluss oder eine Berufsausbildung in einem Mangelberuf verfügen und für diese Tätigkeit keine heimischen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.

Der folgenden Übersicht können Sie entnehmen, ob Sie eine Blaue Karte oder eine Aufenthaltserlaubnis erhalten können:
Übersicht Arbeitsmigration

Ob ein ausländischer Hochschulabschluss als gleichwertig anerkannt wird, können Sie auf dem Informationsportal der Kultusministerkonferenz zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse rechercheren. Wenn Sie Ihren Abschluss dort nicht finden, sollten Sie eine Bewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen beantragen.

Wenn Sie einen Abschluss in einem sog. reglementierten Beruf (z.B. im medizinischen Bereich) haben, benötigen Sie möglicherweise eine Berufserlaubnis oder Anerkennung der zuständigen Landesbehörde. Die zuständige Behörde finden Sie auf anerkennung-in-deutschland.de

Anträge auf Erteilung einer BlueCard können bei einer Deutschen Auslandsvertretung oder bei einem legalen Aufenthalt in Deutschland (z.B. mit Schengen-Visum) auch unmittelbar bei der Ausländerbehörde gestellt werden, wenn Sie das Arbeitsplatzangebot nach der Einreise erhalten haben.

Die BlueCard wird für 4 Jahre erteilt, maximal aber für die Dauer des Arbeitsvertrages plus 3 Monate. Innerhalb der ersten zwei Jahre muss ein Wechsel des Arbeitsplatzes durch die Ausländerbehörde genehmigt werden.

Nach 33 Monaten können Inhaber einer BlueCard eine (unbefristete) Niederlassungserlaubnis (permanent residency) erhalten. Voraussetzung sind Sprachkenntnisse der Stufe A1. Bei Nachweis von Sprachkenntnissen der Stufe B1 wird eine Niederlassungserlaubnis bereits nach 21 Monaten erteilt.

Der Ehepartner und die minderjährigen Kinder erhalten ebenfalls eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Der Nachweis von Sprachkenntnissen ist nicht Voraussetzung.


In diesem Bereich berät und vertritt Sie unser Fachanwalt für Migrationsrecht und Verwaltungsrecht Sven Hasse.

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